Drucken

Schritt 4 - Das Loop schwingen

Schritt 4 - Das Loop schwingen

Schritt 4 - Das Loop schwingen

Das schwingen des Ropes ist der wichtigste und schwierigste Bestandteil des gesamten Unterfangens. Es ist absolut entscheidend darüber wie sich das Rope beim Wurf verhält und wie das Loop über das Ziel fällt. Man muss lernen, das Rope zu fühlen, den Schwung und die Energie zu nutzen und das Rope jederzeit zu kontrollieren. Man muss zu jeder Zeit spüren können wo sich das Tip befindet, in welcher Lage das Tip durch die Luft fliegt und man muss in der Lage sein, dass was man fühlt zu beeinflussen und das alles nur durch Bewegung im Oberkörper. Wir fangen zuerst damit an einen sicheren und unabhängigen Stand einzunehmen. Dazu stellen wir unsere Füße etwa Schulterbreit nebeneinander auf. Beine und Oberkörper müssen unabhängig voneinander agieren können. Davon ausgehend, dass wir das ganze einmal vom Pferd aus machen wollen halten wir nun unsere linke Hand, die die Coils hält, in der Position, wie wir sie beim reiten halten würden. Sprich auf der gleichen Höhe und gleichweit vom Köper weg wie beim führen der Zügel. Korrekt aufgestellt halten wir nun das Loop in der rechten Hand am ausgestreckten Arm nach hinten rechts (Abb. 1). Nun fangen wir an den Arm von hinten rechts aus der Schulter heraus nach vorne zu führen. Der Handrücken liegt dabei oben und Daumen und Zeigefinger führen die Bewegung an. Auf dem Weg nach vorne macht der Arm einen kleinen Bogen und führt den Handrücken aus dem Ellenbogengelenk in Richtung der eigenen Stirn ( Abb 2. & 3. ). Der Bogen wird nun über den Kopf hinweg fortgeführt wobei die Hand sich neigt und der Handrücken über dem Kopf fast um 180° gedreht ist und nun nach unten zeigt. Kurz hinter dem Kopf dreht sich die Hand wieder zurück sodass der Handrücken rechts vom Körper angekommen wieder oben liegt ( Abb 4. & 5.). Nun geht es in den nächsten Schwung, der jetzt aber nicht mehr aus dem Schultergelenk kommt. Das Rope befindet sich nun schon in Bewegung und der Schwung sollte mit einer leichten auf und ab Bewegung des Oberarms immer weiter geführt werden. Beim zurückziehen des Arms, mit der Handfläche Richtung Stirn sollte sich das Loop über den Spoke hinweg über unseren Kopf drehen. Man hat quasi das Gefühl man würde sich das Loop selbst über den Kopf werfen. Für einen kurzen Moment befindet man sich quasi mit dem eigenen Kopf im Loop. Während der „kleine Finger“ des Loops sich über dem eigenen Kopf über das Spoke dreht und wieder zurück in die Ausgangsposition zurück kehrt. Beim über den Kopf ziehen sind der kleine und der Ringfinger die Loop führenden Finger. Beim wieder nach vorne führen, führt wieder der Daumen an und der Zeigefinger zeigt beim wieder nach vorne führen auf das zu fangende Ziel. Je nach Übung, Schwung und Geschwindigkeit spielt sich die ganze Bewegung der rechten Hand über der rechten Schulter ein kleines bisschen vor dem eigenen Körper ab. Das ist die Bewegung, die man üben und üben muss. Mal mit größeren Loops und mal mit kleineren aber immer langsam! Diese Bewegung muss zu 100% sitzen und sollte ohne Kraft ausgeführt werden können. Man muss sich bewusst sein, wie sich das Loop als Vergrößerung der Handfläche verhält. Versucht die Bewegung des Ropes zu fühlen und anschließend beobachtet ihr was euer Loop in der langsamen Bewegung macht. Schwingt das Loop nicht zu oft. Drei bis fünfmal für den Anfang, dann lasst ihr das Loop beim nach vorne führen kurz vor dem weitesten Punkt los und führt den Arm noch ein kleines bisschen weiter. Anschließend coilt ihr das Rope wieder und fangt von vorne an. Am Anfang hält man das Rope meistens mit zu viel Kraft fest, was dazu führt, dass das Rope sich aufspielt, zu viel Drall bekommt und ihr eine „8“ in euer Loop bekommt. Mit ein wenig Übung stellt ihr fest, dass das Rope eine  eigene Energie bekommt wenn ihr es schwingt und ihr es nicht mit Kraft bedienen müsst. Ihr müsst nur noch die Energie, die das Rope hat lenken. Wichtig ist, dass ihr von Anfang an lernt, zunächst den Oberkörper unabhängig von Hüfte und Beinen zu benutzen. Denkt anschließend immer daran, dass die linke Hand nicht nur die Coils hält sondern zu dem auch noch ein Pferd lenkt. Sprich die linke Hand muss möglichst kontrolliert immer an Ort und Stelle bleiben. Die meisten benutzen zu Anfang viel zu viel Körper. Mit der Übung beschränkt sich der gesamte Vorgang des Schwingens und des Werfens mehr und mehr auf den rechten Arm und die rechte Schulter. Es hilft für den Anfang beide Schultern ein kleines bisschen hoch zu ziehen, ABER ohne dabei zu verkrampfen. Immer daran denken, dass ihr das Rope NICHT mit Kraft bedient. Ihr gebt dem Rope nur das Leben, hat es einmal Energie aufgenommen braucht ihr es nur noch lenken. Für den Anfang klingt es mit Sicherheit leichter als es ist, aber mit der Zeit werdet ihr wissen was ich meine. Wenn ihr den grundlegenden Schwung so einigermaßen drauf habt kommen verschiedene Ebenen ins Spiel. Die Ebenen sind die Formen in denen das Loop durch die Luft kreist. Für den Anfang ist es das Beste wenn das Loop wie der Rotor eines Hubschraubers waagerecht über euch kreist. Je nach dem was man fangen möchte kommen später noch andere Ebenen ins Spiel. Wir fangen aber mit dem „Hubschrauber“ an, weil man von da aus die Ebene in verschiedene Richtungen neigen kann. Zum Beispiel vorne runter oder rechts runter. Mehr dazu wenn wir Anfangen verschiedene Ziele zu fangen.  

Start_swinging

Swinging_step_1

Swinging_step_2

Swinging_step_3

Swinging_step_5

Ebenen

zurueckweiter