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Schritt 5 - Das Ziel treffen

Schritt 5 - Das Ziel treffen

Den Stuhl fangen

Wer sich nicht voreilig in Unkosten stürzen will, kann statt einem Roping Dummy auch einfach mit einem Stuhl üben. Ihr dreht dazu den Stuhl um sodass er mit der Sitzfläche und der Rückenlehne auf dem Boden steht. Ihr positioniert den Stuhl dabei so, dass die Beine des Stuhls von euch weg und eben nach oben zeigen. Euch selbst positioniert ihr hinter dem Stuhl mit einem Abstand von etwa drei Metern. Ihr könnt euch zum Abmessen dazu direkt an den Stuhl stellen und von da an drei gute Schritte zurück gehen. Ziel ist es nun das Loop um die oberen beiden Beine zu werfen. Habt ihr euch und den Stuhl positioniert beginnt ihr damit das Rope zu coilen, das Loop zu bauen, das ganze in den Händen zu sortieren und schließlich zu schwingen. Nun beginnt ihr damit beim schwingen des Loops mit dem Zeigefinger beim nach vorne führen zwischen die beiden oberen Stuhlbeine zu zeigen. Etwa auf halber Höhe der Stuhlbeine. Das ist euer Ziel. Ihr werdet feststellen, dass sich die Ebene in der ihr schwingt, bei dieser Positionierung, nach vorne hin ein kleines bisschen nach unten neigt. Stellt euch vor die vier Füße des Stuhls bilden eine Ebene. Der Winkel den nun die Ebene des Stuhls zum Fußboden hat ist der Winkel in dem ihr eure Ebene beim schwingen habt. Ihr habt jetzt also die bekannten drei bis fünf Schwünge Zeit um das Ziel zu fokussieren und die Ebene anzupassen. Manchen hilft es wenn sie sich beim fokussieren des Ziels das linke Stuhlbein angucken, sich aber auf das rechte konzentrieren. Auch das bedarf ein wenig Übung. Hilft aber dabei die Ebene zu finden. Bei der richtigen Ebene fliegt das Loop so über die Stuhlbeine, dass Daumen und Zeigefinger des Loop noch über beide Stuhlbeine drüber hinweg fliegen, der kleine Finger des Loops allerdings am rechten Stuhlbein hängen bleibt. Wurde alles korrekt ausgeführt sollten sich nach der Landung des Loops beide Stuhlbeine im Loop befinden und die Honda des Loops sollte zwischen den beiden Stuhlbeinen zum liegen kommen. Eben da wo ihr mit dem Zeigefinger beim Schwingen hin gezeigt habt.  Wichtig ist eben jetzt auch, beim werfen des Loops aus dem Schwung heraus nicht mit dem Oberkörper nach vorne zu fallen, stellt euch wieder vor ihr reitet ein Pferd. Ihr nutzt die Energie, die Ihr dem Loop beim schwingen gegeben habt und lenkt diese aus dem letzten Schwung heraus nach vorne in Richtung eures Ziels. Dazu führt ihr den letzten Schwung mit dem rechten Arm ein Stück weiter nach vorne und lasst das Loop kurz vor dem weitesten Punkt der Bewegung los. Um ein Gefühl dafür zu bekommen ist es manchmal hilfreich, dichter an den Stuhl heran zu gehen und das Loop aus dem Schwung heraus über die beiden oberen Stuhlbeine zu führen ohne es los zu lassen. Dazu geht ihr etwa einen großen Schritt vom Stuhl zurück. Schwingt einmal und führt dann das Loop direkt über die Stuhlbeine ohne es los zu lassen. Die Bewegung die euer Arm dabei macht ist die gleich, wie nachher aus der Entfernung beim werfen. Auch das macht ihr zu Anfang alles LANGSAM. Ihr trainiert eurem Gehirn eine Muskelerinnerung an. Damit das nachher funktioniert und sich verselbstständigen kann muss es erst einmal langsam, sauber und korrekt ausgeführt werden damit man es nachher beschleunigen kann. Was langsam schon nicht funktioniert wird nachher schnell erst recht nicht funktionieren. Höchstens vielleicht mit Glück. Hier geht es aber nicht um Glück sondern um Kontrolle und Bewusstsein. Ihr müsst also langsam ein Bewusstsein dafür entwickeln wie das Rope aus eurer Aktion heraus reagiert. Auch die erfahrensten Roper gehen immer wieder zurück zur Basis und trainieren immer wieder an den einfachen Sachen. Auch die trainieren immer wieder den Schwung und das einfache Fangen wie ich es oben beschrieben habe. Zuerst dicht ans Ziel ran und dann langsam weiter weg. Immer wieder versuchen sie die Muskelerinnerung zu verbessern und zu perfektionieren. Wenn ihr euch dessen langsam sicherer werdet könnt ihr das ganze noch in weiteren Übungen zur Koordination und zur Balance verbessern.  

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